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Ratgeber · Kosten

Was eine Wärmepumpe kostet.

Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt vom Gebäude ab. Die nützliche Antwort ist eine Liste aller Positionen, die zusammenkommen — damit Sie Offerten vergleichen können, statt nur Endsummen nebeneinanderzulegen.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

  • Das Gerät. Je nach Leistung, Bauart und Fabrikat. Der Posten, über den alle reden — und selten mehr als die Hälfte der Rechnung.
  • Speicher und Warmwasser. Boiler, Pufferspeicher, Anbindung.
  • Hydraulik. Leitungen, Verteiler, Pumpen, Armaturen, Isolation.
  • Demontage und Entsorgung. Alte Anlage, Öltank samt Reinigung, Kaminanschluss.
  • Elektro. Zuleitung, Absicherung, allenfalls Verstärkung des Anschlusses.
  • Bauarbeiten. Fundament oder Sockel für die Aussenaufstellung, Kernbohrungen, Wiederherstellung der Durchbrüche.
  • Schallschutz. Standortwahl, allenfalls Schallhaube oder Sockeldämpfer.
  • Steuerung und Inbetriebnahme. Regelung einstellen, hydraulisch abgleichen, Anlage instruieren.
  • Bewilligungen und Gesuche. Meldung oder Baugesuch, Fördergesuch, Anmeldung beim Netzbetreiber.

Die Positionen, die in Offerten gerne fehlen

Wenn zwei Offerten weit auseinanderliegen, liegt es fast nie am Gerät. Es liegt daran, dass die eine Offerte Positionen enthält, die in der anderen später als Nachtrag auftauchen. Achten Sie besonders auf:

  • Entsorgung von Öltank und Altanlage, inklusive Tankreinigung
  • Elektroarbeiten und allfällige Verstärkung des Hausanschlusses
  • Fundament, Kernbohrungen und die Wiederherstellung danach
  • Hydraulischer Abgleich — ohne ihn läuft die Anlage teurer als nötig
  • Anpassung einzelner Heizkörper, falls die Vorlauftemperatur es verlangt
  • Gerüst, Abdeckungen, Endreinigung

Offerte mit allen Positionen.

Auch mit denen, die andere weglassen. Nach der Besichtigung, ohne Verpflichtung.

Was danach läuft: die Betriebskosten

Eine Wärmepumpe kostet in der Anschaffung mehr als ein Gasgerät und im Betrieb weniger. Wie viel weniger, hängt an drei Dingen: der nötigen Vorlauftemperatur, der Qualität der Einregulierung und Ihrem Stromtarif. Die ersten beiden Punkte beeinflussen wir, den dritten Sie.

Deshalb ist die Einregulierung kein Nebenposten. Eine gut eingestellte Anlage kann über die Jahre den Unterschied ausmachen, den man beim Kauf ein paar tausend Franken lang diskutiert hat.

Warum die billigste Offerte oft die teuerste ist

Eine zu gross gewählte Wärmepumpe ist schnell offeriert und teuer im Betrieb: Sie taktet, verschleisst früher und braucht mehr Strom. Rechnen kostet Zeit, Schätzen kostet Sie Geld. Fragen Sie deshalb nach der Wärmebedarfsberechnung — wer keine hat, hat geschätzt.

So machen Sie Offerten vergleichbar

  • Liegt eine Wärmebedarfsberechnung bei?
  • Sind Demontage und Entsorgung enthalten?
  • Sind Elektro- und Bauarbeiten enthalten oder ausgeklammert?
  • Ist der hydraulische Abgleich aufgeführt?
  • Wer reicht das Fördergesuch ein?
  • Was passiert, wenn sich die Lieferfrist verschiebt?

Sechs Fragen, gestellt an alle Anbieter, machen aus drei unvergleichbaren Zahlen drei vergleichbare Angebote.

Nächster Schritt

Wir rechnen Ihren Fall durch.

Nach der Besichtigung erhalten Sie eine Offerte mit allen Positionen einzeln aufgeführt — auch denen, die andere weglassen.

Direkt anrufen 061 631 55 44
Notfall rund um die Uhr 061 631 55 44